Das energetische Kontinuum

Nullpunkt-Energie ist formlos und unmanifestiert. Sie trägt in sich alle Ideen und Informationen für alles, was in der Schöpfung existiert. Tachyonen sind Partikel der Nullpunkt-Energie, sie haben die gleichen Eigenschaften wie formlose Nullpunkt-Energie, bilden aber ein geformtes, sich mit Überlichtgeschwindigkeit bewegendes Feld. Das Umsetzen dieser Ideen geschieht durch einen Prozeß kontinuierlicher Energieverdichtung, von sehr feinen, subtilen Strukturen bis hin zur größten Verdichtung, der Materie. Der menschliche Körper ist das Endprodukt eines energetischen Kontinuums, das in der Nullpunkt-Energie beginnt, sich durch zunehmende Verdichtung in verschiedenen feinstofflichen Körpern manifestiert und sich schließlich zur atomaren Struktur des physischen Körpers zusammensetzt. Dieser Vorgang findet permanent statt, d.h., unser Körper wird in jedem Momentdurch das energetische Kontinuum erhalten. Um die Mechanismen von Harmonie/Gesundheit und Disharmonie/Krankheit in unserem Körper-Geist-Komplex besser zu verstehen, sollten wir einen kurzen Blick auf die einzelnen Ebenen unseres energetischen Kontinuums werfen. Was die feinstofflichen Körper betrifft, so lassen sich diese in drei Hauptgruppen einteilen: Kausal-, Astral und Ätherkörper. Durch weitere Unterteilungen kann man auch sieben feinstoffliche Schichten in der Aura klassifizieren, wie dies in manchen esoterischen Lehren getan wird. Für uns genügt an dieser Stelle aber ein kurzer Überblicküber die drei genannten subtilen Körper.

Kausalkörper

Der Kausalkörper ist die feinste subtile Schicht, die unsere Seele bekleidet. Durch den Kausalkörper erhält die Seele ihr individuelles Bewußtsein, weshalb er von Rudolf Steiner als die Ich-Kraft bezeichnet wurde. Dies ist die Ebene der schöpferischen Intuition. Kreative Genies haben einen guten Zugang zu ihrem Kausalkörper. Die meisten Menschen haben nur im Schlaf, also im unbewußten Zustand, Zugang zu ihrem Kausalkörper, denn um diesen herzustellen muß sich das Gehirn in einen Delta-Zustand (0-4 Hertz in den Gehirnströmen) befinden, dem Zustand des Tiefschlafs. Es ist aber genauso möglich, in tiefer Meditation im Delta-Zustand Zugang zum Kausalkörper zu finden. Dies ist der Grund, warum eine Nebenwirkung der Meditation in erhöhter Kreativität besteht. Aus der Nullpunkt-Energie fließt unsere Lebenskraft also zunächst durch den Kausalkörper. Auf jeder Ebene, durch welche die Lebenskraft hindurchgeht, wird sie von den dort vorhandenen Energien geprägt und nimmt diese in die nächste Ebene mit. Dabei verdichtet sich die Lebenskraft immer auf das Level des entsprechenden feinstofflichen Körpers. Aus der Nullpunkt-Energie wird also auf der Kausalebene Kausalenergie, die sich dann weiter verdichtet zum...

Astralkörper

Der Astralkörper ist der Sitz des Denkens, Fühlens und des Unterbewußtseins. Hier beginnen unsere Probleme, und die Lebenskraft wird hier bereits mit einer ganzen Menge Disharmonie beladen, die sie dann mit auf ihren Weg nimmt. Der Astralkörper kann unterteilt werden in den Mentalkörper (in Verbindung mit der linken Gehirnhälfte, männliche Energie) und in den Emotionalkörper (rechte Gehirnhälfte, weibliche Energie). Mental- und Emotionalkörper befinden sich bei fast allen Menschen heutzutage in einem erheblichen Ungleichgewicht, weil in unserer Gesellschaft die mentalen Funktionen zwar stark gefördert, die emotionalen Anteile des Menschen jedoch ebenso stark vernachlässigt werden. Im Mentalkörper können wir unterscheiden, verstehen, Konzepte entwerfen. Um die Ideen des Mentalkörpers aber umzusetzen brauchen wir die Kooperation des Emotionalkörpers, die weibliche, manifestierende Energie. Ein Emotionalkörper, der durch unverarbeitete traumatische Erlebnisse, durch Angst, Schuldgefühle und Ärger fragmentiert ist, blockiert das Verwirklichen unserer Pläne. Wenn man gute Vorsätze nicht in die Tat umsetzen kann, wenn man sich selbst in seinen Bemühungen sabotiert, ist der Grund ein mangelhaft entwickelter Emotionalkörper. Wenn die Lebenskraft durch den Astralkörper fließt, nimmt sie natürlich diese Blockaden mit, die sich dann auch auf den Zugang zum Mental- und Kausalkörper auswirken. Im antiken Griechenland waren wirksame Methoden bekannt, wie z.B. die
pythagoreischen Symbolkontemplationen, die den Emotionalkörper heilen und in Harmonie mit Mental- und Kausalkörper bringen. Die ausgewogene Entwicklung der altgriechischen Kultur in Philosophie, Kunst, Wissenschaft und Heilkunde ist ein inspirierendes Beispiel dafür, was für
ein Potential wir in uns entfalten können, wenn wir den Emotionalkörper heilen. Tachyon-Energie kann dabei eine enorme Hilfe sein und diesen Heilungsprozeß auf eine nie gekannte Weise beschleunigen und vervollständigen.

Ätherkörper und SOEF

Der Ätherkörper ist die dichteste Energieschicht unseres energetischen Kontinuums, die noch zum feinstofflichen Bereich gehört. Jedes physische Teilchen, vom Atom über das Molekül, die Zelle, ein Organ bis hin zum gesamten Körper, hat eine ätherische Matrix oder Schablone. Die einzelnen Ätherfelder der Zellen, Moleküle und Atome, die in ihrer Gesamtheit den Ätherkörper bilden, werden nach Dr. Gabriel Cousens als SOEFs (Subtle Organizing Energy Fields) bezeichnet. Die SOEFs geben dem physischen Aspekt des energetischen Kontinuums seine Form und versorgen ihn unmittelbar mit der ordnenden Lebenskraft, die, ursprünglich aus der Nullpunkt-Energie kommend, sich nun schon fast auf das körperliche Level verdichtet hat. Der Zustand der SOEFs beeinflußt direkt den Gesundheitszustand der Zellen und ist seinerseits natürlich sehr stark vom Zustand des Emotionalkörpers abhängig. Bringt der Fluß der Lebenskraft starke Disharmonien aus dem Emotionalkörper mit, so werden die SOEFs geschwächt und in ihrer Struktur nachteilig verändert, was sich natürlich auf die Zellen auswirkt. Andere Faktoren, welche die SOEFs negativ beeinflussen, sind Elektrosmog und eine denaturierte, energiearme Ernährung. Daher sind Harmonie im Gefühlsleben, eine gesundheitsfördernde Umgebung und eine energiereiche Kost essentiell, um dem Körper eine Energiematrix zu gewährleisten, die seine Funktionen harmonisch steuert. Kann die Lebenskraft durch gesunde, strukturierte SOEFs in die Körperzellen geleitet werden, so ist eine gute physische Gesundheit mühelos erreichbar. Bei den drei genannten Faktoren die zu gesunden SOEFs führen, kann Tachyon-Energie eine sehr wichtige Hilfe sein. Die Lebenskraft teilt sich im Ätherkörper in verschiedene Arten von Energie auf, die indischen Yoga-Lehrer sprechen von fünf Arten von Prana. Neben der direkten Versorgung der Zellen gibt es auch einen Pranafluß durch das feinstoffliche Nervensystem, der vom Kopf vertikal
nach unten verläuft. Dieser Fluß gibt uns das Körperbewußtsein und ist absolut lebensnotwendig. An der Medulla Oblongata (an der Schädelbasis) tritt dieser Energiefluß in das physische Nervensystem ein.
Interessanterweise tritt sofort der Tod ein, wenn dieser
Punkt bei einer Gehirnoperation versehentlich beschädigt wird, obwohl aus rein physischer Sicht dazu kein Grund besteht. Ein Unterbrechen der Lebenskraft kann keine Sekunde überlebt werden, was aufzeigt, wie wichtig feinstoffliche Energien für die physische Gesundheit sind. Da an der Medulla Oblongata universelles Prana zu individuellem, körpereigenem Prana wird, ist dieser Punkt auch der Sitz des Ich-Bewußtseins. Ein sehr starkes Ego, also ein
übersteigertes Ich-Bewußtsein, führt hier zu einer Stauung feinstofflicher Energie, die sich schließlich auch auf die Kopfhaltung auswirken kann. In allen Sprachen auf der Welt gibt es einen Ausdruck wie „hochnäsig“ („loocking down the nose“ im Englischen, „sotto il naso“ im Italienischen etc.), der aufzeigt, daß ein nach hinten gezogener Kopf mit einem großen Ego assoziiert wird. In allen Religionen gilt der gebeugte Kopf als Zeichen der Demut.

Aus: Opitz, S.29-34

 


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